Meran
Meran (Italienisch: Merano) ist die zweite Stadt Südtirols, nach Bozen.
Sie hat 36.119 Einwohner, von denen sind 10,88% Ausländer. Meran genießt ein sonniges und gesundes Klima, das sie zu einem der wichtigsten Luftkurorte Südtirols macht. Die Stadt beherbergt auch viele sportliche und kulturelle Ereignisse mit internationaler Beteiligung, damit erscheint sie lebendig und modern, und bietet immer neue Initiativen. Manche Beispiele sind: das Musikfestival, das Internationale Strassenkunstfestival, die italienischen Schachmeisterschaften, das Internationale Kanuslalom, der Grosse Reitpreis von Meran Forst, usw.
Die Berufung Merans als Luftkurort begann im neunzehnten Jahrhundert, als die Kaiserin Elisabeth von Habsburg, die als "Sissi" berühmt wurde, in Meran mit den Töchtern Gisela and Marie Valerie ankam, da sie hoffte, dass das Klima ihre delikate Gesundheit verbessert würde.
In der Tat wurde die kränkliche Marie Valerie merklich gesunder und alle Zeitungen der Periode berichteten darüber.
Als im folgenden Herbst Sissi nach Meran zurückkehrte, verdoppelten sich die Stadtgäste und seit jenem Moment verabredete sich der europäischen Adel in Meran. Die Touristen kamen nicht nur aus dem ganzen österreichisch-ungarischen Reich, sonders auch aus Russland und England. In der Stadt befanden sich die katholische, die orthodoxe und die jüdische religiösen Gemeinschaften nebeneinander.
Neben dem europäischen Adel, waren in Meran auch viele berühmte Gäste auf Urlaub: Franz Kafka, Stefan Zweig, Erich Maria Rilke, Hugo von Hoffmansthall.
Nach der Angliederung Südtirols an Italien im Jahr 1918, ging Meran durch einen Zeitraum des Verfalls. Man gab der Stadt den Beinamen "Kuhstadt", weil Hotels und Gärten plötzlich leer wurden und die Tiere frei weiden konnten.
Die Wiedergeburt Merans fand 1933 statt, als ein Geologe Wasser, das Radon enthielt, am Vigiljoch entdeckte. Die Stadt entwickelte sich zum Kurort. 1940 wurde das Wasser gefasst und zum Kurzentrum geleitet, weil Radon bei den Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden und Problemen mit der Verdauung half.
Immer mehr Gäste kehrten in die Stadt zurück und so wurden 1972 die Thermen Meran, dank der radioaktiven Quellen des Vigiljochs, wiedereröffnet. Dank der steigenden Nachfrage und des wachsenden Erfolges der Thermalkuren, wurde beschlossen die Meraner Therme von Grund auf neu zu errichten, um den alten Glanz Merans als Kurstadt herzustellen.






